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4. Live-Bericht von der Reise nach Omaha

Kategorie: Blog

von Dr. Hendrik Leber

Nie waren die Schlangen länger, nie war es voller als auf der diesjährigen Hauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha, Nebraska. Und nie gab es mehr chinesische Hauptversammlungsteilnehmer.

Buffett schlug einen Bogen zu seinem ersten Aktienkauf am 11. März 1941, als der Krieg im Pazifik tobte. Buffett hat in seinem Leben 14 Präsidenten erlebt, und trotz Kriegswirren haben sich die Aktienmärkte seit seinem ersten Aktienkauf verfünftausendfacht. Ein ganz starkes Argument also für die Aktie (und gegen Gold), für das langfristige Besitzen (und gegen das Zocken) und für die Widerstandskraft der amerikanischen Wirtschaft. Buffett nimmt die gegenwärtige Strafzolldiskussion nicht so ernst - China und die USA werden nach seiner Meinung einen zweckmäßigen Kompromiss finden.

Für mich bemerkenswert eine Reihe von Fragen, die sich um die "Kapitallosigkeit" der modernen Großkonzerne wie Amazon, Alphabet, Apple oder Facebook dreht. Eigentlich das perfekte Geschäftsmodell für Buffett: wenig Kapitalerfordernis, großer schützender Burggraben, hoher Cash-Flow. Buffett gab zu, diesen Sachverhalt vor der Internetzeit nicht geahnt und den Einstieg bei Microsoft aus Dummheit verpasst zu haben. Stattdessen hat er sein Geld in Eisenbahnen und Stromerzeuger gesteckt, die nur zufriedenstellende Renditen erzielen.

Für mich ist das die Aufforderung, frühzeitig nach Firmen zu suchen, die monopolähnliche Stellungen aufbauen und große Cash-Flows generieren können. Diese Firmen finde ich eher in neuen Branchen als bei den Großkonzernen der Vergangenheit.

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